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Etwas haben fast alle Menschen gemeinsam, sie haben ein tägliches Bedürfnis nach Nahrung. Für die Menschen, die das Bedürfnis, zu essen, nicht stillen können, weil sie keinen Zugang zu Nahrung haben, hat das in der Regel fatale Folgen. Die Konsequenz ist: Sie verhungern. Dieses Problem beschränkt sich zurzeit eher auf Drittwelt- und Kriegs-Länder. Die Konsequenz, das Bedürfnis mit ungeeigneter Nahrung zu stillen, ist jedoch ebenfalls verheerend. Dieses Problem betrifft allerdings sehr viele Menschen auf der ganzen Welt, vor allem aber jene in den so genannten Erstweltländern.
Über kaum ein Thema wird so viel und so unterschiedlich debattiert, wie über die Ernährung. Viele glauben, hier die Lösung gefunden zu haben. Ebenso gibt es in der Wissenschaft viele Studien, Alternativen oder wissenschaftliche Tests, die dann x-beliebig Behauptungen erhärten sollen.
Bei den meisten so genannten wissenschaftlichen Forschungen sind industrielle und finanzielle Interessen im Spiel. Dadurch lässt sich, mit Hilfe von Trendsetzungen, aus diesem menschlichen Bedürfnis wunderbar Kapital schlagen. Diese Tatsache macht es enorm schwierig, ja oft sogar gefährlich, die Wissenschaft zu Hilfe zu nehmen. In dieser Hinsicht sind daher der gesunde Menschenverstand und eine aufgeweckte Beobachtungsgabe der beste Kompass um in Ernährungsfragen, die Antwort zu finden.
Die Suche auf diese Antwort hat bei mir vor rund 18 Jahren begonnen. Nach einer Karriere im Gastgewerbe mit Spezialfach „Food and Beverage“ (Essen und Getränke), stellte sich die Frage, ob der Mensch für die Karriere oder die Karriere für den Menschen da sein müsste. Ich habe dann angefangen, den Menschen vor die Karriere zu setzen. Infolgedessen führte mich meine Laufbahn in die damalige Bircher-Benner-Klinik. Bis anhin lag das Kriterium Gesundheit bei der Ernährung, für uns Profis im Gastgewerbe, ganz weit hinten. Die ersten Kriterien bei der Nahrungszubereitung waren z. B.: Es muss spektakulär sein, es muss gut schmecken, gut aussehen, kostengünstig produziert werden mit einer möglichst guten Gewinnmarge. Die Vitalität der Speisen war zweit-, dritt- oder gar viertrangig oder kam überhaupt nicht zur Sprache, vor allem, wenn noch Mikrowellen eingesetzt wurden. In meiner dreijährigen Kochlehre hatten wir gerade mal zwei Nachmittage Ernährungslehre. So, wie ich es heute sehe, war selbst das uns damals Gelehrte noch falsch.
Als ich in der Bircher-Benner-Klinik das Elend der Patienten sah, war mir klar, dass im Gesundheitswesen etwas drastisch schief lief. So fragte ich mich: Warum nur lässt die Natur den Menschen plötzlich in seinem Leben so unwürdig in Siechtum, Krankheit und Zerfall sinken? Durch meine Recherchen entdeckte ich jedoch bald, dass nicht die Natur, sondern das menschliche Verhalten das Verschulden trägt.
In der Bibliothek der Bircher-Benner-Klinik hatte ich Zugang zu den geschriebenen Erfahrungen von Bircher-Benner und anderen Autoren.
Als ich las, wie Bircher-Benner durch den Einsatz von Rohkost viele Menschen zu ihrer Gesundheit zurückführte, sowie scheinbar unfruchtbaren Frauen zu ihren Kindern, Gebrechlichen zu ihrer Vitalität verhelfen konnte, usw., war mein Gutglauben schon ein bisschen strapaziert. Aber ich wollte es wissen. So beschloss ich, für die kommenden zwei Monate mich strikt und ausschliesslich von Rohkost zu ernähren. Danach wollte ich Bilanz ziehen. Diese Erfahrung war so überwältigend und die Bilanz fiel dadurch so aus, dass ich entschied, das allgemeine Wohlgefühl und die geistige Klarheit nicht mehr gegen das bisschen Gaumenkitzel einzutauschen. In meiner Euphorie war ich sehr inspiriert, diese Erfahrung allen Menschen zugänglich zu machen.
Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass es so schwierig sein würde, dieses Wissen den Menschen schmackhaft zu machen. Ich hatte noch einiges zu lernen- beispielsweise, dass jeder das Recht hat, sich so zu ernähren, wie er will, selbst wenn er davon krank wird. Zwischenzeitlich habe ich begriffen, dass ein wirklicher Fortschritt, auch in der Ernährung, nur durch Erkenntnis geschieht. Leider kommen die meisten Menschen bei der Ernährung erst über Krankheit und Leiden zu dieser Erkenntnis. Ich möchte mich ganz einfach einem der Geheimnisse der Gesundheit widmen und dabei den klaren, gesunden Menschenverstand walten lassen.
Vorerst aber eine Frage: Kennen Sie einen Menschen der krank ist? Welch eine Frage, werden Sie möglicherweise denken - na klar, es gibt viele Menschen die krank sind. Kennen Sie jemanden der absolut und dauerhaft gesund ist, auch fei von Karies oder ähnlichem? Da wird es schon etwas schwieriger. Etwa neunzig Prozent der zivilisierten Menschen haben irgendein Gebrechen.
Durchschnittliche Gesundheit in prekärem Zustand
Wussten Sie, dass man sich sogar ernsthaft Sorgen macht um das Fortbestehen der Spezies Mensch? Davon gibt es auf der Erde etwa 7.5 Milliarden, das ist doch erheblich viel, könnte man sagen, und somit scheint die Menschheit nicht vom Aussterben bedroht zu sein.
Das stimmt sehr wohl, aber die heutige Menschheit hat echt Probleme mit der Reproduktion von gesunden Nachkommen. Sofern man den Statistiken glauben darf, sterben etwa 95% der Menschen an einer Krankheit, Unfälle nicht mit eingeschlossen. Wenn sich die Menschen nicht schnellstens etwas einfallen lassen, könnte man den Einzelnen gleich fragen: „An welcher Krankheit möchten Sie denn sterben, bitte?“ So makaber das auch tönen mag, so ernsthaft ist jedoch die Situation. An dieser Situation ist die Ernährungsweise nicht unwesentlich schuld. Es lebt nämlich schon ein beträchtlicher Teil der Menschen mit nahrungsbedingten Erbschäden. Obendrauf traktieren einige Leute ihre Gesundheit nebst mit toter Nahrung, auch mit Zigaretten, Alkohol, Kaffee und vielem mehr. Was passiert wohl mit den Kindern dieser Menschen? Die Abwärtsspirale beschleunigt sich rasant.
Gibt es denn hier einen Ausweg?
Ja, den gibt es! Eine der Antworten heisst: Lebendige Nahrung mit viel Blattgrün, sprich Chlorophyll. Dieses Chlorophyll spielt in der menschlichen Ernährung, für die Vitalität und die Gesundheit eine wesentliche Rolle.
Bevor wir das Chlorophyll genauer betrachten, möchte ich eine Erfahrung weitergeben.
Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, wo wir viele Kirschbäume hatten. Bei der Kirschenernte ist mir aufgefallen, dass wir trotz grossem Kirschen naschen am Mittag dann alle Hunger hatten. Um den Hunger zu stillen, wurden beim Mittagessen zum Beispiel Brot, Wurst, Käse, Eier, Kartoffelchips und weitere solche Dinge verspeist. Zwischendurch ging man ebenfalls an diese Naschereien. Abends hatte man schon wieder einen mächtigen Hunger.
Immer wieder habe ich mich gefragt, warum denn die Kirschen nicht sättigen würden, sondern im Gegenteil, eher noch hungrig machen. Die Antwort liess einige Jahre auf sich warten.
Als ich vor einiger Zeit auf dem Hof Kirschen pflücken helfen wollte, kam mein Bruder auf das Feld und bat mich, ich solle ihm doch helfen Strohballen zu laden. Sofort intervenierte meine Mutter und meinte, ich hätte ja noch nichts gegessen. Sie wusste, dass dies eine Arbeit ist, die viel körperliche Kraft abverlangt. So etwas könne man unmöglich bewerkstelligen, ohne richtig gegessen zu haben, gab sie zu bedenken. Da ich mich schon einige Jahre ausschliesslich von Rohkost ernährte, dachte ich: Kein Problem, das geht schon. Ich bediente mich noch schnell mit einer handvoll Kirschen und sah gleich unter dem Baum ein paar schöne Löwenzahnblätter, die ich auch gleich pflückte. Auf der Fahrt zum andern Feld, wo die Strohballen lagen, ass ich beides gleichzeitig. Zusammen mit den Kirschen schmeckten die Löwenzahnblätter ausgezeichnet. Als ich damit fertig war, konnte ich es kaum glauben, aber ich war wirklich satt. Bis spät am Abend verspürte ich keinen Hunger mehr, obwohl extreme körperliche Anstrengung angesagt war. ich verspürte auch keinen Leistungsabfall. Bevor ich dann spät abends nachhause ging, wollte ich es noch einmal wissen. Meine Mahlzeit bestand abermals aus Kirschen und Löwenzahn, was wiederum völlig ausreichend war. Das Geheimnis lag darin, dass ich die Kirschen mit chlorophyllhaltigen Blättern ass.
Durch das Blattgrün kann der Zucker der Früchte in Energie umgewandelt werden, und es gibt keine überfallmässige Ausschüttung des Zuckers ins Blut, so dass der Blutzucker in die Höhe schnellen würde, um dann zu Fett und Säure aufgespalten zu werden.
Chlorophyll, der zuverlässige Lieferant von Mineralien und Spurenelementen
Als erstes wirkt Chlorophyll Säure-Basen ausgleichend. Gewisse Teile des Körpers müssen im basischen Bereich sein. Wenn wir im PH-Wert eine Skala von 1 bis 14 haben, so ist 7 neutral. Das Blut jedoch muss bei einem Wert von zwischen 7,43 bis 7,45 liegen. Darüber oder darunter ist der Körper in ernsthafter Gefahr. Das ist sichtbar wenig Toleranz und gleicht gewissermassen einem Hochseilakt. Eine Abweichung gleicht der Körper mit Hilfe von basischen (wie z.B. Kalzium) oder sauren Mineralien aus. In den allermeisten Fällen, werden basische Mineralien benötigt, da der grösste Teil der Zivilisationsnahrung säurebildend ist. Diese holt er sich – wenn sie in der Ernährung nicht ausreichend vorhanden sind - aus den Zähnen. Plaque, Karies und Paradentose sind die Folgen. Ebenfalls an den Knochen baut sich der Körper die benötigten Mineralien ab. Dies führt zu Osteoporose. Der Körper ist genötigt, sich buchstäblich selber abzubauen, um die Hauptaufgabe erfüllen zu können, nämlich zu leben.
Die chemische Zusammensetzung des Chlorophylls ist mit jenem des Hämoglobins fast identisch. Hämoglobin ist der rote Farbstoff des Blutes. Der grosse Unterschied ist, dass der zentrale Kern des Chlorophylls aus Magnesium besteht, und der des Hämoglobins aus dreiwertigem Eisen. Eisen ist aber ebenfalls im Chlorophyll enthalten und kann sehr schnell mit dem Magnesium ausgetauscht werden. Was dann daraus entsteht ist Blut. Das Blattgrün ist tatsächlich Blut bildend.
Magnesium ist für die Muskelfunktion wichtig. Bei Mangel führt dies unter anderem zu Krämpfen. Im Weiteren enthält Blattgrün auch Chrom, welches für die Regulierung des Blutzuckers wichtig ist. Kalzium, das unter anderem für Zähne und Knochen wichtig ist, finden wir auch im Blattgrün. Auch Selen ist im Grün vorhanden, wichtig für das ganze Bindegewebe, Zähne und Knochen. Es verleiht die Festigkeit des Bindegewebes und die Widerstandsfähigkeit. Ebenfalls findet sich im Chlorophyll Kupfer, Jod, Schwefel, Phosphor, Kalium, Mangan, Zink, Natrium, Kobalt und soviel man weiss etwa 75 weitere Spurenelemente. Diese Spurenelemente sind in einer solchen Ausgeglichenheit und organischen Form vorhanden, dass sie zu einer sehr hohen Bioverfügbarkeit führen. Im Gegensatz zu den chemisch isolierten, anorganischen Mineralien wie z. B. Jod, welches aus Druckfarben und ähnlichem gewonnen und dann ins Tafelsalz gemischt wird, können überschüssige Mineralien aus den grünen Pflanzen wieder ausgeschieden werden. Der Körper braucht diese Elemente nur in Spuren, aber dafür in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander. Ein Zuviel vom Einzelnen kann giftig wirken. Die Struktur des Chlorophylls ist sensibel und Hitze empfindlich.
Es scheint mir wichtig zu wissen, dass Jodzusätze in Lebensmitteln durch jodiertes Salz weit mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. Meine Empfehlung ist es, fluoridiertes und jodiertes Salz in jeder Hinsicht zu meiden. Hierzu gibt das Buch „Die Jodlüge. Das Märchen vom gesunden Jod.“ (Taschenbuchausgabe von Dagmar Braunschweig-Pauli) Aufschluss.
Proteine
Die kurzkettigen Proteine der lebendigen Pflanzen, sind mit den, insbesondere im Blattgrün enthaltenen, Polypeptiden für den Körper einfach zu Aminosäuren zerlegbar und können wieder effizient in die benötigten Verbindungen verknüpft werden. Somit werden schlanke Muskeln mit einer hohen Leistungsfähigkeit gebildet. Peptide - vor allem die Polypeptide (Proteine) - spielen in jeder Zelle eine herausragende Rolle. Sie erfüllen die Funktion biologischer Katalysatoren (Enzyme), sind an der Regulation des Zellstoffwechsels und der Interaktion zwischen Zellen beteiligt. Sie werden für den Aufbau spezifischer Strukturen benötigt. Diese Bausteine des Körpers sind auch notwendig, damit eine geordnete Zellteilung stattfinden kann. Die langkettigen Proteine aus Fleisch sind für den menschlichen Körper nur schwer verarbeitbar und können nie zu einem optimalen Gewebe aufgebaut werden. Proteine sind sehr hitzeempfindlich.
Enzyme
Ein wichtiger Faktor stellen die Enzyme dar. Enzyme sind hochmolekulare Eiweissverbindungen, die chemische Veränderungen bewirken, ohne sich selbst zu verändern. Sie wirken als biologische Katalysatoren. Der Körper kann selber Enzyme herstellen, aber nur in einer beschränken Menge. Da erhitzte oder pasteurisierte Nahrung sozusagen keine intakten Enzyme mehr enthält, muss der Körper alle selber herstellen. Ab Temperaturen von 45 Grad sterben die meisten Enzyme ab. Bei Belastungen, wie z.B. bei psychischer, stress-, oder umweltbedingter Natur, benötigt der Körper ebenfalls eine höhere Konzentration von Enzymen. Was aber, wenn der Körper nicht genügend Enzyme herstellen kann, oder mit der Enzymproduktion erschöpft ist? Ohne Enzyme gibt es keinen Stoffwechsel. Auch ein mangelhafter Stoffwechsel hat für die Gesundheit üble folgen.
Die lebendigen Pflanzen bringen bereits die dazu notwendigen Aminosäuren und sogar Enzyme mit sich. Wenn nun im Enzymhaushalt Raubbau betrieben wird, dann wirkt sich dies auf die Vitalität und die Effizienz des Körpers aus und reduziert die Reproduktion. Die Alterung geht schneller als die Erneuerung und die Abwärtsspirale hat begonnen. Weil der menschliche Körper nicht für tote Nahrung gebaut ist, ist daher auch keine endlose Produktion von Enzymen vorgesehen. Bei mangelnden Enzymen kann die Nahrung nicht richtig aufgespalten werden und es bilden sich Fäulnis und Gärung. Bircher-Benner sagte zu Recht: Der Tot sitzt im Darm.
Max Bircher-Benner nannte das Chlorophyll synthetisiertes Sonnenlicht. Licht ist übrigens der hauptsächliche Stoff, wovon wir leben. Durch die so genannte Fotosynthese wird Sonne in das Blattgrün verwandelt und die Pflanze produziert Sauerstoff. Sauerstoff ist bekanntlich lebensnotwendig. Sauerstoff wird im Stoffwechsel benötigt, um dieses gespeicherte Sonnenlicht aus den Pflanzen auslösen zu können. Dieser Sauerstoff wird durch das Hämoglobin zu den Zellen transportiert. Hier schliesst sich der Kreislauf. Nur gesundes Blut kann genügend Sauerstoff transportieren. Sauerstoff wirkt den, für unseren Körper schädlichen, anaeroben Bakterien entgegen. Anaerobe Bakterien können bei einem sauerstoffreichem Milieu nicht existieren.
Vitamine
Die lebendigen Pflanzen enthalten auch viele Vitamine. Ein grosser Teil der Vitamine ist hitzeunbeständig. Es gibt chlorophyllhaltige Pflanzen, wie z.B. Weizengras, welche sogar Vitamin B12 enthalten. Nicht nur enthalten sie das Vitamin B12 , sondern regen die Darmflora dazu an B12 zu produzieren. Dies ist wichtig zu wissen für die Menschen die rein vegan leben. Bei genügend Pflanzengrün ist die Angst um das B12 und K nicht berechtigt. Keimlinge von Süsslupinen sind ebenfalls ein guter Vitamin B12 Lieferant.
Die Hauptnahrung der Gorillas und der Orang-Utans besteht überwiegend aus Blättern und Kräutern. Der Verdauungstrakt dieser Affen ist mit dem des Menschen grösstenteils identisch. Ich habe beobachten können, dass Orang-Utans meistens zusammen mit Früchten auch grüne Blätter essen. Intelligent – fand ich - und das alles ohne Biologiestudium. Ein Orang-Utan hat übrigens etwa achtmal soviel Kraft in seinen Armen, wie ein Boxer der Schwergewichtsklasse. Bemerkt sei, dass sich diese Orang-Utans mit veganer thermisch unbehandelter Kost ernähren.
Die Komplexität der Verknüpfung all dieser Stoffe und auch weiteren, hier noch nicht genannten Substanzen in der lebendigen Pflanze ist so enorm, dass sie weit mehr als nur die Summe der Einzelteile darstellt. Sie kann unmöglich durch isolierte Einzelsubstanzen und schon gar nicht durch die chemisch, künstlich hergestellten, wettgemacht werden
Chlorophyllquellen
Eine sichere Quelle stellt hier der Saft von Weizen- und Dinkelgras dar. Für jene Leute, die sich zum Frühstück Obst genehmigen, empfehle ich gleichzeitig Weizengrassaft oder sonst ein paar tiefgrüne Blattgemüse oder Kräuter zu sich zu nehmen.
Löwenzahn ist nebst einer Chlorophyllquelle auch für die Leber interessant. Seine Bitterstoffe wirken Wunder. Weiter gibt es Spinat, Melde, Mangold, Feldsalat, Kleeblätter, Alfalfa, Fenchelkraut, Portulak und Petersilie. Ganz besonders liebe ich die Vogelmiere.
Meeralgen sind eine feine Ergänzung des Speiseplans. Die Meerespflanzen im Allgemeinen leisten einen beträchtlichen Beitrag zur globalen Fotosynthese.
Wildkräuter als Heilmittel, sollten frisch gepflückt und einzeln gegessen werden. Dabei braucht man sie nicht mal unbedingt zu kennen. Es gibt da eine Faustregel. Kaue ein Kraut und iss solange es gut schmeckt. Wenn es eklig schmeckt spuck es aus. Dabei muss jedoch generell dem Konsum von Fleisch, Nikotin und Alkohol völlig entsagt werden, sonst funktioniert der Geschmackssinn dafür nicht.
Sprossen aus Sonnenblumenkernen, Buchweizen, Sprossrettich, Kresse oder Braunhirse sind extrem gute Ressourcen. Sie weisen eine ungeheure Vitalität auf. Diese grünen Pflanzen können bedenkenlos mit Früchten kombiniert werden. Diese Kombination ist nicht nur nahrungstechnisch vorteilhaft, sondern auch geschmacklich.
Je frischer und je weniger verarbeitet grüne Nahrung ist, desto wertvoller ist sie. Einmal am Tag Chlorophyll auf dem Speiseplan, wirkt als Jungbrunnen. Wenn es überhaupt Heilmittel gibt, dann ist die chlorophyllhaltige Nahrung an erster Stelle.
Dies wusste schon Ann Wigmore. Als ich in Amerika Ernährungswissenschaft studierte, habe ich mit ihr zusammen gearbeitet. Für sie waren thermisch unbehandelte, chlorophyllhaltige Pflanzen die Hauptnahrung. Tatsächlich haben wir miterlebt, dass dadurch Menschen wieder sehr schnell gesund wurden. Anderseits habe ich festgestellt, dass diese Menschen, wenn sie nachhause gingen, diese Art der Ernährung nicht beibehalten haben. Ihre alten Gebrechen erschienen von neuem. Dies hat mich dazu bewogen, dafür eine Lösung zu finden. Darauf habe ich eine Ernährungsform kreiert und lehre sie in Seminaren, welche die folgenden Hauptkriterien erfüllt:
Die lebendige Nahrung:
- ist gesellschaftstauglich und machbar
- deckt die Nahrungsbedürfnisse der Menschen
- ist gesund, lebendig und vegan
- hat Kultur und respektiert trotzdem das Leben
- repräsentiert Fülle und Reichtum, ohne verschwenderisch und übermässig zu sein
- ist Kunst
- ist kreativ
- ist ein Erlebnis und pure Freude ohne Reue
- ist ein Heilmittel
- vermittelt die Botschaft von Liebe
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Ernährung und Psyche
Ist es möglich, dass Lebensängste, Habsucht, Gier, Rücksichtslosigkeit, Kampfbereitschaft und Machthunger in direktem Zusammenhang mit der Ernährung stehen?
Dies ist eine der zentralen Fragen, die sich im Hinblick des heutigen Zustandes der Welt buchstäblich aufdrängt. Ich bin der Meinung, dass diese Frage zu beantworten eine solche Wichtigkeit hat, dass sie nicht nur von einzelnen Ernährungsberatern angegangen werden müsste, sondern einen zentralen Stellenwert hat und eine entscheidende Wichtigkeit in Wirtschaft und Politik, in der Grösse von globalem Ausmass, mit sich bringt.
In der heutigen Zeit genügt es nicht, nur zu wissen, dass laut Erfahrung viele physisch kranke Menschen durch Rohkost wieder gesund geworden sind, es genügt aber auch nicht, die Ernährung auf eine rein körperliche Angelegenheit zu reduzieren. Es muss auch begriffen werden, dass die Nahrung zusätzlich noch eine weit subtilere Funktion hat. Sie wirkt auch auf den feinstofflichen Ebenen des Lebens.
Die Auseinandersetzung mit dieser Frage hat mich zu erstaunlichen Erkenntnissen gebracht. Wenn wir feststellen, dass einseitige Ernährungsformen, wie zum Beispiel im Film „Super Size Me“ dargestellt, relativ schnell zur Gefährdung der körperlichen Gesundheit führen, dann ist doch daraus auch ersichtlich, dass das menschliche System bei vollem Bauch verhungern kann.
Meine Beobachtungen im letzten Jahrzehnt haben mich zur Erkenntnis gebracht, dass die meisten Menschen unter VBH leiden (VBH Voll-Bauch-Hunger). Das heisst, die meisten Menschen essen zwar drei bis fünf Mahlzeiten täglich, je nachdem noch etwas dazwischen und ihr System leidet trotzdem Hunger. Mit anderen Worten die meisten Menschen sind am Hungern, obwohl sie einen vollen Bauch haben und realisieren es daher nicht. Auch habe ich feststellen können, dass viele meiner Seminarteilnehmer, die von gekochter Nahrung auf Rohkost umgestiegen sind, anfänglich grosse Mengen zu sich genommen haben. Je länger sie sich danach strikt und richtig von lebendiger Nahrung ernährten, reduzierten sie die Menge von alleine. Sogar die Anzahl der Mahlzeiten, ging bei den meisten zurück.
Wenn ein menschliches System, obwohl der Bauch mit Nahrung gefüllt ist, dieser Nahrung das Notwendige nicht abgewinnen kann, weil es darin nicht enthalten ist, dann meldet das System an das Gehirn „Hunger“ oder „Notstand“. Das System ist somit in einem Mangelzustand. Mit System meine ich das Gesamtgefüge auf allen Ebenen, das als weise Energie, sowie als ganzer Organismus funktionstüchtig ist. Für das Tagesbewusstsein ist es natürlich schwierig zu erkennen, dass Mangel und Notzustand wegen Unterversorgung, also Hunger, in diesem System herrscht, wenn der Bauch voll ist.
Wenn nun das System dem Gehirn Mangel- und Notzustand meldet, so veranlasst das Gehirn ein dementsprechendes Verhalten. Ob bewusst oder unbewusst will dieser Mangelzustand behoben werden. Das heisst, das Agieren des Menschen wird auf den Selbsterhaltungstrieb reduziert. Das drückt sich darin aus, dass er zwanghaft seine Bedürfnisse zu stillen versucht. Da nun der Verstand aber nicht weiss, wo sich der Mangel befindet, da der Bauch voll ist, versucht der Mensch durch Anhäufung von materiellen Dingen, diesen Mangel zu beheben. Unter dem Druck dieses Notstandes werden dann die menschlichen Handlungen rücksichtslos, unbeherrscht, geizig, gierig, habsüchtig usw. Der Mensch neigt zum Kampf. Er kommt ins Mangeldenken und in einen enormen unbewussten Stress.
Das menschliche System bleibt im Mangeldenken, selbst wenn die materiellen Bedürfnisse erfüllt sind und der Mangel bleibt bestehen, sowohl bei Arm wie auch bei Reich. Der Reichtum wird dann begleitet von Machtstreben und dieses Machtstreben und der Reichtum befinden sich immer noch im egozentrischen, eigennützigen Versuch, seine so genannte Not zu lindern. Das ist unter anderem ein Grund, weshalb reiche, machthabende Menschen selbst bei noch mehr nicht genug haben, sondern mit allen Mitteln, wie Krieg, Börse, Entlassungen usw. immer noch mehr an sich reissen möchten. Aber das System meldet weiterhin Mangel.
Dieses leise Verhungern führt natürlich zur Verkümmerung am psychischen und physischen Körper. Es führt zu den bekannten Zivilisations-Krankheiten, Demenz, Schizophrenie, usw., sowie zu frühzeitigem Altern. Wenn wir bedenken, dass Gesundheit ein Aufrechterhalten von Ordnung und Gleichgewicht ist und diese Ordnung und das Gleichgewicht zu einem grossen Teil durch die Ernährung erreicht werden, leuchtet es ein, dass dieser Aufgabe nur Nahrung, die in sich selbst in Ordnung und im Gleichgewicht ist, gerecht werden kann. Nahrung die durch Hitze (Kochen, Backen usw.), chemische Veränderungen (Raffinieren, Designer-Food) oder durch Isolieren (Zucker, Weissmehl, usw.) in seiner Ganzheit gestört wurde, kann dieser Aufgabe nicht gerecht werden.
Subtil organisierende Energie
Die heutige Wissenschaft zeigt, dass jeder grobstofflichen Struktur eine feinstoffliche, ordnende Energie zu Grunde liegt.
Diese Ordnung schaffende, feinstoffliche Energie auf der Molekularebene wurde von Dr. Gabriel Cousens als „subtle organizing energy field“ (SOEF) bezeichnet, was auf Deutsch subtil organisierendes Energie-Feld heisst. Das ist in etwa übereinstimmend mit dem was Ruppert Sheldrake morphogenetische Felder bezeichnete. Diese SOEF’s ermöglichen der geistigen Energie Form anzunehmen und sich in der Materie zu manifestieren. Jedes Molekül hat sein eigenes SOEF. Jede Zelle hat wiederum sein eigenes SOEF, das daraus entsteht indem sich viele Moleküle mit ihren SOEF’s organisieren. Die Zellen schliessen sich in Zellverbände zusammen und ergeben somit ein neues grösseres SOEF usw. Diese SOEF-Verbände sind jedoch mehr als nur die Summe der einzelnen SOEF’s. Sie erhalten eine Eigendynamik und eine eigene Struktur. Wenn diese SOEF’s bereits in der Nahrung gestört oder zerstört sind, wirkt eine Unordnung auf das System ein.
Biophotonen
Ein weiteres Bindeglied zwischen der feinstofflichen strukturierenden Energie und der Materie, stellen die Biophotonen dar. Biophotonen sind Lichtteilchen, die in lebenden Organismen als Informations- und Steuerungselement im Stoffwechselprozess wirken. Im Gegensatz zu lebendigen Zellen weisen tote Zellen keinerlei Aktivität von Biophotonen auf. Wissenschaftler haben unabhängig voneinander beweisen können, dass ohne Biophotonen kein körperliches Leben möglich wäre. Laut einem Bericht im Bild der Wissenschaft Heft 6, 1973 konnten russische Forscher im Kasnatschejew-Experiment nachweisen, dass alle Zellen über ein komplexes Nachrichtensystem verfügen, deren Informationsübermittler Photonen sind. Ebenfalls konnte Prof. Popp sichtbar machen, dass jede lebendige Zelle über diese Lichtquanten kommuniziert.
Laut Forscher Ostertag gibt es Verbände dieser Moleküle, die gezielt Biophotonen austauschen (Photonen-Resonanz), welche sämtliche Stoffwechselprozesse in lebenden Zellen steuern. Ostertag nennt sie lebendige Makromoleküle (LM). Zu diesen LM’s zählen unter anderem die DNS, RNS, Chlorophyll, Hämoglobin und Enzyme.
Die Lebendigkeit und Funktionstüchtigkeit dieser LM’s und SOEF’s, sowie der Biophotonen sind für die Gesundheit und das Leben eines Organismus von entscheidender Wichtigkeit. Wir wissen, dass die meisten Enzyme durch Erwärmen ihre Funktionstüchtigkeit bereits ab 45 Grad Celsius einbüssen. Die Schädigung dieser LM’s durch Hitze, Radioaktivität, Mikrowellen, usw. bringt den Verlust dieser Ordnung und hat auf einen lebendigen Organismus eine katastrophale Auswirkung.
Das Leben ist ein harmonisches, sensibles Zusammenarbeiten verschiedenster Faktoren. Es ist kaum möglich dies aufrecht zu erhalten bei Einnahme von vorher getöteter Nahrung.
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Lebendige Nahrung und Spiritualität
Das Wissen um den Zusammenhang von Ernährung und Spiritualität ist nichts Neues. In der Hochblüte der indischen Kultur, d.h. der alten Veden, haben sich die Brahmanen (die Weisen, Priester, Seher) sattivisch ernährt. In der damaligen Kultur waren die Priester, die Berater der Rajas (Könige und Regierungsmitglieder, sowie Menschen in verantwortungsvoller Position). Sie waren verantwortlich, dass jeder Mensch am richtigen Platz war, da wo er sich entfalten und wohl fühlen konnte. Das war die positive Absicht des Kastensystems. Die Aufgabe der Brahmanen war es auch, als Lehrer den Menschen behilflich zu sein, dass diese in ihren Kasten aufsteigen konnten, um sich spirituell zu entwickeln. Laut den alten Schriften ernährten sich die Brahmanen sattivisch, eine Rohkost, die vorwiegend aus Früchten und Gemüse bestand.
Sattva
Ist die höchste Guna (Qualität, Eigenschaft) mit der Farbe weiss. Sattva-Qualitäten sind: Erhalten, Licht, Reinheit, Klarheit, Weisheit, bedingungslose Liebe, Lebensfreude, Ehrlichkeit, Selbsterkenntnis, Selbstentfaltung, Selbstverwirklichung, Frieden und Zufriedenheit, sowie Ausgeglichenheit. Sattva bedeutet auch Ausdruck der reinen Göttlichkeit.
Die sattivische Ernährungsform ist frische, vegane Nahrung, frei von thermischer Behandlung.
Rajas
Ist die mittlere Guna mit der Farbe rot, Rajas-Qualitäten sind: Erschaffen Leidenschaft und Bewegung, Ruhelosigkeit, Hektik aber auch Aggression, Hochmut, Arroganz, Materialismus. Zu dieser Guna gehören auch Macht und Kontrollsucht. Die Ernährungsform ist vegetarische Nahrung, welche nur einmal mit kurzen Hitzeeinflüssen behandelt wird. Diese war für Könige und für Leute in Stressigen und exekutiven Positionen gedacht. Es gab kein nochmaliges Aufwärmen der Speisen.
Tamas
Ist die unterste Guna mit der Farbe schwarz, dies bedeutet Zerstörung, Schwere, Lethargie, Hemmung, Dunkelheit, Bösartigkeit, Zorn, Ausbeutung, Unreinheit Korruption, Krieg und Folter sowie Berauschung und Verwirrung. Dieser Ernährungsform sind tierische, schwer thermisch behandelte, unreine und verdorbene Nahrung zugeordnet. Ebenfalls betäubende Nahrungsmittel, die wir heute als Genussmittel oder Suchtmittel verstehen, zählen dazu.
Meines Erachtens gehören chemisch veränderte, isolierte und genmanipulierte Nahrung, als auch Tierversuche, rücksichtslose Tierhaltung und Fleisch- sowie Pelzproduktion ebenfalls in dieses Guna.
Es dürfte dem Leser nicht schwer fallen, zu erkennen, welcher Guna die Ernährungsform der meisten heutigen Menschen zugeordnet würde.
Der freie Wille des Menschen benötigt ja Wahlmöglichkeiten, ansonsten wäre er eben nicht frei. Somit hat die Vollkommenheit der Schöpfung dem Reinen Geist auch ein Gegenstück gegeben, sowie den Spielraum dazwischen. Jeder Mensch kann wählen ob er seine Ressourcen erhebend oder erniedrigend einsetzten möchte, ob er seine Inspiration zum Segen oder zum Fluch ausleben will.
Das Ziel der damaligen Brahmanen war die Erleuchtung, das Nirwana und möglichst viele Menschen mit dahin zu führen. Gegen Ende der indischen Hochblüte hielten sich die Brahmanen nicht mehr an ihre Bestimmungen und ihre Selbstherrlichkeit war der Anfang vom Zerfall.
Die Lehren der heutigen vedischen Ernährung entspricht daher nicht der wirklichen Sattva-Ernährung.
Fünf Elemente
Während der chinesischen Hochblüte war das Ziel der Kaiser und ihrer Priester, für sich und ihre Untergebenen Weisheit, Klarheit, Gesundheit und Reichtum. Sie hatten daher die Gesetze, dass ihre Ärzte und Priester nur dann bezahlt wurden, wenn ihre Bevölkerung gesund war. Für Kranke und seelisch-geistig Gestörte erhielten sie Lohnabzug. Sie hatten erkannt, dass die Natur im Prinzip aus 5 Elementen besteht. Aus diesem Wissen kommt die 5-Elemente-Lehre, die heute leider in einem verzerrten Umfang gelehrt wird.
Den chinesischen Weisen war klar, dass eine gesunde Pflanze zwangsläufig alle 5 Elemente in ihrem Gleichgewicht aufweisen muss. Lediglich in der Verkörperung der Elemente unterschieden sich Pflanzen und somit auch ihre Destination und Ausdrucksform. Jegliches Abweichen von diesem Gleichgewicht führt logischerweise ins Ungleichgewicht, sprich Krankheit und Zerfall. Sie wussten, dass die einzige Ernährungsform, die diese 5 Elemente im Gleichgewicht aufweist, aus frischer, thermisch unbehandelter, pflanzlicher Nahrung besteht. Die Pflanzen, welche zur Nahrung dienten, galten damals als heilig (ganz, vollkommen) und mussten mit viel Sorgfalt behandelt werden. Das Element Feuer, was die heutige traditionelle chinesische Medizin (TCM) fälschlicherweise unter Feuer zum garen, sprich kochen versteht, war damals das Licht und die Energie der Sonne in den Pflanzen selbst. Die Pflanzen enthielten dieses Element, nach den Begriffen der damaligen chinesischen Weisen, hauptsächlich in Form von Chlorophyll, Öl und Fruchtzucker.
Leider wurden auch in der chinesischen Medizin immer mehr Zugeständnisse gemacht, was parallel mit dem Zerfall des grossen chinesischen Reichs einherging.
Leben kommt nur von Lebendigem
Die Essener und die Nasiräer waren die Urchristen, zu denen auch Jesus gehörte. Dieses Volk war an den Rand der Wüste gedrängt und lebte vorwiegend von Getreide und Trauben, da in dieser Gegend nicht viel anderes gedieh. Dies war ein Volk von Heilern und Gelehrten mit ihren Mysterienschulen und dem Wissen über die Kräfte der Natur und der Engel. Ihre Hauptnahrung, das Brot, bestand aus angekeimtem Getreide, welches sie zerrieben, zu Fladen formten und an die Sonne legten – das so genannte Essenerbrot. Dieses Brot wurde keiner thermischen Behandlung unterzogen. Die folgende Aussage stammt von dem berühmtesten der Essener, nämlich von Jesus und ist ein Zitat aus dem Buch „Heliand“ aus den Übersetzungen von Edmond Székely:
„Tötet weder Mensch noch Tiere, ja nicht einmal die Nahrung, die ihr in euren Mund führt, denn esst ihr lebende Nahrung, so wird sie euch beleben…“
Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass lebendige Nahrung bei dem momentan rasanten Schwingungsanstieg der Erde eine grosse Hilfe ist, um die körperliche, seelische und geistige Gesundheit aufrecht zu erhalten, und um bei dem Tempo spirituell mithalten zu können. Wichtig finde ich, ist dass Rohkost nicht einzig aus dem Grund körperlich gesund zu sein, gegessen wird, sondern weil es eine Erkenntnis ist und aus Liebe zum Ganzen. Rohkost ohne Liebe führt zu Verbissenheit. Ebenfalls ist wichtig zu wissen, dass Rohkost keine Religion ist, sondern eine natürliche Lebensart. Die Ernährung mit Rohkost galt für lange Zeit als Geheimwissen und wurde ebenfalls in den Mysterienschulen gelehrt.
Die lebendige Ernährung existiert heute schon in einer sehr ausgereiften Form. Ich bin überzeugt, dass die Ernährung im neuen Zeitalter der heutigen lebendigen Nahrung sehr ähnlich sein wird.
Die Disziplin und Entschlossenheit für die Ernährungsumstellung, werden sich im neuen Zeitalter mehr als ausbezahlen.
Hier ein Rezeptvorschlag (Rezepte für 4 Personen)
Carribean Shake
6 dl Wasser
1 TA eingeweichte, entsteinte Datteln
2 EL Mandelpurée
2 EL Kokosöl *
Wasser, Datteln mit Einweichwasser, sowie Mandelpurée im Mixer gut verarbeiten. Kokosöl bei laufendem Mixer eingiessen.
* Achten Sie darauf, dass das Kokosöl thermisch unbehandelt ist, auch nicht desodoriert.
Pikante Spinatsuppe
½ lt Wasser
1 Stk Avocado
100 g Spinat
1 TA Linsenkeimlinge
1 TL Edelhefe
1 MS je Zimt, Muskat
2 MS Chilipulver
NB Kristallsteinsalz
Die Zutaten ausser den Linsen in den Mixer geben und gut verarbeiten. Zum Schluss die ganzen Linsenkeimlinge dazugeben.
Die Suppe kann mit Zucchini- oder Kürbisblüten o. Ä. garniert werden.
PS:
Als Einlage in diese Suppe eignen sich auch fein geschnittene Meeralgen, wie z. B. Wakame oder Kelp. Anstelle von Spinat eignen sich auch Feldsalat, Melde oder Vogelmiere.
Romanesco an Tomaten
1-1/2 Stk Romanesco
2 Stk Tomaten
1 EL Mandelpurée
½ TA Maiskeimöl
4 SP Tamari (Sojasauce)
NB Kristallsteinsalz
NB Oregano, Majoran, Basilikum u. Estragon getrocknet
Den Romanesco in seine Rosetten auftrennen. Die Storzen und die weniger schönen Rosetten grob hacken. Die Tomaten im Mixer pürieren dann das Mandelpurée dazu geben und bei laufendem Mixer das Öl einlaufen lassen. Die so entstandene Sauce mit dem gehackten Romanesco vermischen und in eine Schale anrichten. Nun die restlichen Rosetten darauf anrichten. Mit schwarzen Oliven verzieren.
Birnen Grossmutterart
3 Stk Birnen
1 Stk Banane
1 HV Rosinen eingeweicht
1 TA Walnusskerne (es können auch andere Nüsse sein)
etwas frischen Ingwer
1 MS Zimt
Die Nüsse mit dem Einweichwasser der Rosinen sowie dem Ingwer und dem Zimt im Mixer verarbeiten. Eventuell etwas Wasser nachgeben. Die Banane schälen und in Scheiben schneiden. Die Birnen von Stiel und Fliege befreien und in feine Scheiben oder Stäbchen schneiden. Dann die Birnen mit Banane und Rosinen in eine Schüssel geben und mit der Nusssauce übergiessen. Das Gericht mit ganzen Nusskernen garnieren.
Tipp: Die Früchte sollten ganz reif sein.
verwendete Massbezeichnungen:
TA Tasse
EL Esslöffel
TL Teelöffel
MS Messerspitze
SP Spritzer (Flüssigkeiten)
Stk Stück
HV Handvoll
dl Deziliter
lt Liter
g Gramm
NB nach Belieben
Weitere Informationen über lebendige Nahrung:
Urs Hochstrasser
Tel: +41 (0)56 624 02 02
urs@urshochstrasser.ch
www.urshochstrasser.ch
sowie in den Büchern:
„Rohkost - die lebendige Nahrung“
„Kinderernährung – lebendig und schmackhaft“
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