spacer
spacer search

Urs Hochstrasser
Gesundheitsberater

Search
spacer
Neuigkeiten

Interessante Themen

Gesundes Leben leicht gemacht
Home
Seminare & Events
Agenda
Bücher & DVDs
Interessante Themen
Erfahrungsberichte
Presseberichte
Schweizer Lexikon
Rezepte
Links
Bilder
Suchen
Gästebuch
Kontakt
Wir über uns
 
Home arrow Newsletter/Interessante Themen arrow Macht Rohkost einsam, oder ist die heutige Rohkost schon gesellschaftstauglich?

Macht Rohkost einsam, oder ist die heutige Rohkost schon gesellschaftstauglich? Drucken E-Mail

Sollte man sich mit Rohkost vor andern Menschen verstecken, um nicht als Spinner bewertet zu werden, oder ist die Zeit reif, Farbe zu bekennen?

Dass an der Ernährung etwas verändert werden muss, erkennt man bereits in den höchsten Gremien der Medizin, der Wissenschaft und im Gesundheitswesen. Allerdings machen sich diese Leute, aus Angst vor der Pharma- und Ernährungsindustrie, sehr stiefmütterlich an die Sache heran.

Der Allgemeinheit ist es ebenfalls bekannt, dass sowohl in der Ernährung als auch im Verhalten etwas verändert werden muss, wobei auch da dem Einzelnen meistens Mut, Zuversicht und Durchsetzungsvermögen fehlen. Um als Einzelner an den Grundfesten der Gesellschaft, sei es in Ernährung, Kultur, Glaubensrichtungen, usw. zu rütteln, bedarf es schon etwas Zivilcourage und Selbstvertrauen. Es bedarf jedoch heutzutage längst nicht mehr soviel davon, wie zum Beispiel noch vor zehn Jahren. Wenn man heute in der Gesellschaft bekennt, dass man eine Eigenschaft hat, wie z. B. die Nahrung ohne thermische Behandlung zu sich zu nehmen, stösst man vielerorts eher auf Interesse als auf Ablehnung. Die Zeit ist tatsächlich gekommen, wo man ungeschoren Farbe bekennen und zu seiner Eigenschaft stehen kann. Viele Menschen, vor allem jene, die eben Rohkost essen, sind sich dessen noch nicht ganz bewusst. Aus meiner langjährigen Erfahrung habe ich entdeckt, dass hingegen folgende Punkte zu beachten äusserst hilfreich sind:

Man bezeichne sich niemals als Rohköstler
Wenn sich jemand als Rohköstler bezeichnet, wie soll sich denn der nicht Rohkost-Essende  bezeichnen? Allesköstler, Leichenesser, oder was? Somit hätten wir einen Rohköstler oder einen Andersköstler oder was immer. Diese Bezeichnungen schaffen Fronten und somit Unverständnis. Besser ist, wenn man seinem Gegenüber mit dem gleichen Nenner begegnet, also etwas das gemeinsam ist, nämlich als Mensch. Wenn man sich von Mensch zu Mensch tolerant begegnet, dann kann es absolut sein, dass man mit verschiedenen - eben auch rohköstlichen - Eigenschaften, nicht nur auf Verständnis stösst, sondern sogar auf Neugier, auf jeden Fall aber auf Akzeptanz. Das was ich tue und das was ich bin, ist nicht dasselbe. Essen ist nämlich weder bei Rohkost noch bei Vegetarisch noch bei Fleischverzehr eine Seinsform, sondern eine Tätigkeit und sollte als solches betrachtet werden. Die Bezeichnung Rohköstler hat daher bei vielen gewöhnlich essenden Menschen eine abschreckende Wirkung. Diese Bezeichnung hat bei Begegnungen schon sehr oft für hochrote und verärgerte, verständnislose Köpfe und ergebnislose Diskussionen gesorgt.

Man sollte nicht missionarisch auftreten sondern als Beispiel
Auch wenn Rohkost essen für die Gesundheit an Körper, Seele und Geist nachweislich heilend, vitalisierend und stärkend wirkt, sollte darauf geachtet werden, dass man seinen Mitmenschen diese Idee nicht aufzwingt - andernfalls fördert dies Ablehnung. Obwohl Menschen mit der Eigenschaft Rohkost zu essen, noch Pioniere sind, sollte gerade deswegen eine gewisse Toleranz den Mitmenschen gegenüber mitschwingen. Als gutes Beispiel sollte man respektieren, dass jede Person, mit oder ohne Rohkost, einen freien Willen hat. Rohkost hat ja schliesslich auch eine unterstützende Wirkung auf der spirituellen Seite und dies darf man sich ohne weiteres zu Nutze machen.  Dadurch erhält man selber ebenfalls das Recht, mit seiner eigenen Essgewohnheit respektiert und geachtet zu werden.

Man lasse sich durch die Eigenart Rohkost zu essen, nicht verunsichern
Selbstsicherheit in dem was man tut, bestimmt das Auftreten und das was man nach aussen repräsentiert.
Obwohl Rohkost-Essende Menschen eine Minderheit darstellen, ist es am besten, wenn man für sich davon ausgeht, dass Rohkost essen das Normalste der Welt ist - denn das Natürlichste ist es ja schon - ohne jedoch zu erwarten, dass die anderen das auch tun müssen. Damit erreicht man in der Regel, dass andere Menschen dieses Verhalten respektieren. Wer von seinen eigenen Handlungen nicht selbst überzeugt ist, kann auch nicht erwarten, dass es die anderen sind.
Ein Hinweis: Von Rohkost ernährt man sich, weil man will und nicht weil man muss, denn man erkennt den Gewinn.

 

Es scheint, dass sich selbst in der Rohkost die Zeiten ändern. Roh essen, der physischen Gesundheit wegen, ist nicht mehr der vorwiegende Grund. Heutzutage steigen viele Menschen aus Bewusstseinsgründen auf die Rohkost um.
Wir haben auch wieder in der Rohkost-Woche im Haus Sanitas in Rohrbach, Oberösterreich eine Gruppe mit überdurchschnittlichem Niveau erleben dürfen. Alles was wir unternahmen, sei es die Ausflüge, die Wanderungen, oder die Vorträge, waren von einer wunderbaren Homogenität geleitet und alles war von einer ausserordentlichen Inspiration beflügelt. Selbst das Wetter zeigte sich von der strahlendsten Seite. Das Haus Sanitas ermöglichte es unserer Gruppe, eine private Atmosphäre zu schaffen, so dass die Kursteilnehmer als Gäste kamen und wir uns als Freunde wieder verabschiedeten. Ich möchte mich hier offiziell bei allen bedanken.

Image    Image
Haus Sanitas                              idyllisch, ländlich gelegen

 


Ein weiteres Highlight in unserer Tätigkeit war die Rohvolution in Kleinenbroich / Korschenbroich bei Düsseldorf.
Die Rohvolution war ein Event, wo verschiedene Individualisten, angefangen beim Bio-Bauern über den Ernährungshändler bis hin zu den Zubereitern, in einem einmaligen Stell-Dich-Ein, alles an Erwartungen übertrafen. Diese Kleinmesse hatte einen familiären Charakter und zeigte durch die gute Organisation eine hohe Professionalität. Unter den Ausstellern und Mitwirkenden herrschten ein liebevolles Miteinander, eine Hilfsbereitschaft und eine wohlwollende Freundlichkeit. Die wunderbaren Eigenschaften und Qualitäten des Neuen Zeitalters waren in dieser Veranstaltung dominierend wahrnehmbar. Wir empfanden die Besucher als enorm interessiert, begeisterungsfähig und offen.
Der Höhepunkt des Anlasses war für die nahrungsverarbeitenden Aussteller zweifellos das Gala-Dinner. Wir bewirteten 24 Gäste mit einem 7-Gang-Menü. Die einzigartige Inspiration des Zubereitungsteams brachte ein Produkt der Superlative hervor.

 

Hier das Menü „Nouvelle cuisine crue“:

Cashew-Curry-Suppe

Tomaten-Paprikacracker
an Sommersprossen mit käsiger Avocadocreme

Roher Spargelsalat
mit Erdbeeren und Basilikum

Sushi auf Schweizer Art

Trilogie de Ravioli
Ravioli von rote Beete, Kohlrabi, Mangold

Terrine à la Vitalissimo
Cashew-Käse im Zucchini-Mantel

 

Dessert-Karawane à la Rohvolution

Dattel-Walnuss-Schnitte

Bananen-Eis mit Waldbeeren an einer Spur von Buchweizenhonig

Ananasspiess in Maronenflocken an einer Fruchtsauce

Mango-Creme indischer Art

 Image


 

 


Ich habe das starke Gefühl, dass wir damit eine weitere Schwelle in eine Dimension überschritten haben, in der sich Einzelkämpfer zu einem Team zusammen finden und sich dadurch die Rohkost fest in die Gesellschaft zu integrieren beginnt. Überall fangen die Menschen an, sich zu verbinden und nicht mehr zu konkurrieren. Und auch in der Rohkost öffnen sich dem Einzelnen Plattformen, sowohl im Internet wie auch in den Aktivitäten, wo sich vorwärts strebende Menschen treffen und austauschen können. Die rohköstliche Ernährungsform nimmt mehr und mehr eine Dynamik an, die nicht nur Individualisten, sondern ganz allgemein bewusste Menschen mit sich zieht. Die Zeiten der Einsamkeit sind vorbei. Die Neue Zeit, wo man hervortreten und ganz offen Farbe bekennen kann, ist da und lässt sich nicht mehr aufhalten.

Image   Image
Ausschank von Mandel-Drinks an unserem Stand                                                                interessierte Workshopbesucher

   Image   Image
Deko von Sushitellern                                                               fertige Sushiteller

 

Image   Image
bereit für den Service                                                                Teamwork 

 

Image   Image
warten auf Rohköstliches                                                                wie es wohl schmeckt


Image
Kochequippe

 

Image
Der begeisterte Applaus verlangte nach einer Zugabe, die wir dann mit meinem Cappuccino à l’amande quittierten

Alle Fotos vom "Rohvolution-Event" von:  Volker Reinle-Carayon

Die nächste Gelegenheit, die Rohvolution nochmals zu erleben besteht am 23. und 24. August in der Stadthalle Speyer in Rhein-Neckar.
Informationen unter Rohvolution oder Tel: +49 (0)6232-42670.

 

 

Rezepte


Capuccino à l’amande

4 dl  Wasser
1 EL  Mandelpurée
1 TL   schwarze Melasse
2 TL  Kokosöl
1 EL  Honig
½ TL  Carob

Das Wasser, Mandelpurée, Melasse und den Honig in den Mixer geben. Zusammen verarbeiten. Während laufendem Mixer das Kokosöl dazu giessen. Das so entstandene Milchkaffee-ähnliche Getränk etwa 2 Min. stehen lassen. Mit einem Löffel den beim Mixen entstandenen Schaum abheben und in ein separates Gefäss geben. Den Melassenmilchkaffee in die Tassen abfüllen und den Schaum oben drauf geben. Anschliessend das Carob mit Hilfe eines kleinen Siebes auf das Schaumkrönchen stäuben.

 

 

Salat von der wilden Seite

1 TA  Kleeblätter
1 TA  fein geschnittene Löwenzahnblätter
½ TA  fein geschnittene Rucolablätter
1 TA  grob geschnittene Meldenblätter
1 TA  in Streifen geschnittene Sommerspinatblätter
2 St  Radieschen
4 St  Cherrytomaten
4 St  rohe Oliven
4 Scheiben Orange

Wild-Salatblätter miteinander mischen. Die Radieschen in feine Stifte schneiden, oder in der Legumette zu Spiralen schneiden, oder ganz einfach mit dem Messer in ganz feine Scheiben. Nun diese Radieschen unter den Salat mischen.
Das Ganze mit der nachfolgenden Sauce entweder direkt vermengen oder aber mit der Sauce separat servieren.
Den Salat in eine Schüssel oder direkt auf die Teller anrichten.
Die Orangenscheiben bis zur Mitte quer einschneiden. Die eingeschnittenen Enden auseinander ziehen und mit der Schnittfläche nach unten auf den Salat geben so dass es eine halbspirale Form ergibt. Am einen Ende die Tomaten platzieren und am anderen Ende die Oliven. Den Salat möglichst bald servieren. Dieser Salat kann selbstverständlich auch Blütenblätter von unbehandelten Rosen, Margeriten, Löwenzahn, Zucchini, Kürbis, Kapuzinerkresse o.ä. enthalten.


Sauce

3 EL  Orangensaft
3 EL  Wasser
2 EL  Olivenöl oder Kokosöl
¼ St  Avocado
NB  Kristallsteinsalz, Edelhefe,
Basilikum, wenn möglich 1 frisches Basilikumblatt
1 MS  Cayenne

Diese Zutaten im Mixer zu einer sämigen Sauce verarbeiten (dazu eignet sich der Personal Blender von Keimling ausgezeichnet).

Tipp: In dieser Sauce eignet sich auch wilde Kresse vorzüglich

 

Gefüllte Peperoni

Wenn wir jetzt von Peperoni sprechen, meinen wir die langen spitzen, milden Peperoni, die zwar ähnlich aussehen wie Peperocini, länglich in den Spitz laufend aber nicht scharf sind. (Man kann es ja auch mal mit scharfen probieren - das gibt Stimmung)


4 St  Spitzpeperoni
1 TA  Cashewnüsse
1 TA  angekeimte Sonnenblumenkerne
1 St  Sweetcorn - Maiskolben
1 TA  Wasser
NB  Kristallsteinsalz, Hefe, Oregano, Rosmarin, Cayenne

Die Cashewnüsse, Sonnenblumenkerne mit dem Wasser und den Gewürzen in den Mixer geben und zu einer Masse verarbeiten. Achtung, je nach Stärke des Mixers braucht es etwas mehr oder weniger Wasser. Geben Sie deshalb nicht alles auf einmal dazu, jedoch auf keinen Fall mehr, als dass die Kerne mit Wasser bedeckt sind, sonst wird die Masse zu flüssig. Sollte sie einmal doch zu flüssig werden, kann mit Kokosflocken oder Avocado nachgeholfen werden. Die Avocados verändern jedoch die Farbe. (Man könnte dann auch Johannesbrotkernmehl dazugeben und die Masse mindestens 10 Min. stehen lassen - dies allerdings ist nicht die Absicht.) Diese Masse in eine Schüssel geben. Die Maiskörner vom Kolben schneiden und mit der Masse vermischen. Die Peperoni halbieren, die Samen vorsichtig herausholen, so dass die Gemüse nicht beschädigt werden. Die Peperoni ganz leicht mit Salz bestreuen oder mit Sole bepinseln, das gibt ihr dann eine gewisse Geschmeidigkeit. Nun die Masse, mit Hilfe eines Suppenlöffels oder eines Dressiersacks, in die Peperoni einfüllen. Diese gefüllten Gemüse können nun entweder mit Blumen oder mit Zitronenmelisseblättern, o.ä. garniert werden.

Tipp: Diese gefüllten Peperoni können auch im Dehydrator für ca. 3 Stunden angetrocknet werden. Ich persönlich bevorzuge sie frisch.

 

Bananen-Split

4 St  geschälte, gefrorene Bananen
2 St  frische Bananen
5 St  Erdbeeren
1 EL  Honig

Die gefrorenen Bananen entweder durch den Green Star oder den Wolf passieren und mit einem Eislöffel auf einen kalten Teller dressieren. Die frischen Bananen in der Hälfte halbieren und die jeweiligen Hälften noch einmal halbieren. Dann mit der Schnittfläche nach unten um die Eiskugel herumlegen und mit der nachfolgenden Carobsauce napieren.
Die Erdbeeren (es können auch Himbeeren sein) mit dem Honig im Mixer pürieren, dann durch das Sieb lassen (dies ergibt ein so genanntes Couli). Mit diesem Couli entweder vor dem Anrichten, direkt auf den Teller, oder aber dann danach über die Eiskugeln feine Streifen ziehen. Wirkt als Dekoration hervorragend.

Tipp: Anstelle von gefrorenen Bananen kann auch Papaya (sieht sehr schön aus) oder Mango (schmeckt exzellent) verwendet werden.


Carobsauce:

1 TA  Wasser
1 EL  Carob
1 LS  Vanille, gemahlen
½ St  Avocado
2 EL  Honig

Die Zutaten in den Mixer geben und zu einer Sauce verarbeiten.

Falls Sie eine Eismaschine haben, pürieren Sie die Früchte mit dem Mixer, geben Sie etwas Mandelpüree dazu und verarbeiten Sie diese Masse in der Eismaschine zu Eis. Weitere Verarbeitung wie oben.

 

Mangoschaum

Dies ist ein tolles Rezept, falls Sie einen Rahmbläser zuhause haben.

3 St  Mango
2 EL  Mandelpüree
1 EL  Kokosnussöl

Je nach Festigkeit der Mango noch etwas Wasser dazugeben.
Im Mixer zu einer cremigen Konsistenz verarbeiten. Die Masse durch das Sieb passieren und in den Rahmbläser einfüllen. Die Sauerstoffpatrone ansetzen und das Ganze gut schütteln. In Champagnergläser einspritzen. Etwas Carob mit Hilfe eines feinen Siebs darüber seihen und sofort servieren. Sieht aus, wie ein fachgerechtes Zabaillon.


Schokoladen-Zabaillon

1 TA  Wasser
½ St  Avocado
1 EL  Rohkakao
1 LS  Vanille
2 EL  Honig
3 EL  Kokosnussöl oder Maiskeimöl
2 EL  Mandelpurée

Die Zutaten, ausser dem Öl und Kakaopulver, in den Mixer geben, gut verarbeiten, dann das Kakaopulver in den laufenden Mixer geben, damit es nicht am Becher kleben bleibt. Anschliessend das Öl ebenfalls in den laufenden Mixer einfliessen lassen. Diese Masse in den Rahmbläser einfüllen. Die Sauerstoffampulle ansetzen. Den Rahmbläser gut durchschütteln und den so entstandenen Schaum in Champagnergläser einspritzen.

Wichtig: Roh-Kakao ist zurzeit in der amerikanischen Rohkost ein riesiger Trend. Ich persönlich erachte Kakao dagegen (auch wenn er roh ist) als Droge und verwende daher viel lieber Carob. Daher kann in diesem Rezept die gleiche Menge Carob anstelle von Kakao eingesetzt werden. Man nehme dafür die doppelte Menge Vanille - dies verleiht dem Carob eine liebliche Fülle.

***********************

spacer

 
Powered by Mambo
spacer