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Was ist Angst? Drucken E-Mail
Lieber Mitmensch

Was ist Angst?
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viele Handlungen und Entscheidungen aus der Angst heraus gemacht werden, oder aber wie viele dadurch unterlassen werden? Was wäre das Gegenteil  von Angst, und was würde passieren, wenn wir das Gegenteil leben würden?

Man unterscheidet zwei Arten von Angst. Erstens die reale und zweitens die kreierte Angst.

Reale Angst ist, wenn das Leben oder die lebensnotwendigen Grundelemente unmittelbar bedroht oder in Gefahr sind.  Wenn diese Angst spontan gelebt wird, dann beflügelt sie. Es ist sozusagen eine geschenkte Energie. Dabei werden Hormone ausgeschüttet, wie zum Beispiel Adrenalin  und Endorphine. Diese Hormone mobilisieren unter anderem Energiereserven und wirken schmerzlindernd. Dies ist eine tolle Einrichtung der Natur und dient der Selbsterhaltung.

Kreierte Angst ist, wenn man sich Vorstellungen von unvorteilhaften Zuständen, möglichen Gefahren oder Verlusten und so weiter macht, die jedoch nicht unmittelbar gegeben sind. Es ist die Art der Angst die eher lähmend wirkt. Dies ist bei vielen Menschen leider die meist gebrauchte Art der Angst, obwohl sie nicht sehr hilfreich ist.

Mit dieser Angst lassen sich heutzutage Millionen von Menschen manipulieren. Damit lassen sich wunderbar Geschäfte machen und Macht ausüben. Ich denke dabei an die Versicherungen, die Pharmaindustrie, das Gesundheitswesen, die Politik, die Waffenindustrie um nur ein paar wenige zu nennen.

Aber wie um alles in der Welt lässt sich denn diese Angst in den Griff bekommen??

Also, gehen wir mal systematisch vor.

Als erstes sollte man sich folgende Fragen beantworten:

  • - Ist mein Leben in unmittelbarer Gefahr?
  • - Bin ich jetzt von Gewalt bedroht?
  • - Bin ich gerade vom Hungertod bedroht?
  • - Habe ich heute Abend kein Dach und einen warmen Platz zum Schlafen?

Wenn alle Fragen mit Nein beantwortet werden können, dann besteht kein Grund für Angst.

Danach richtet man die Aufmerksamkeit auf hilfreiche und vorteilhafte Dinge. Sollten sich gerade keine finden, dann kreiert man halt einfach vorteilhafte Vorstellungen. Das ist gar nicht so schwer, denn das geht genau gleich wie bei den unvorteilhaften, nur einfach umgekehrt.

Anschliessend lenkt man seine Aufmerksamkeit auf Dinge, die Mut machen und Zuversicht bringen. Nun behält man den Fokus unbeirrt auf diesen Dingen. Dadurch lässt man in sich das Gefühl von Mut und Zuversicht wachsen und gedeihen. Somit wären wir bereits bei dem was das Gegenteil von Angst ist. Ausserdem sollte man manchmal weniger denken und spontaner handeln, denn daraus können tolle Geschichten entstehen.

Hierzu eine Geschichte, die mir vor zwei Tagen passiert ist und wieder einmal den Rahmen des Normalen gesprengt hat. (Das ist zwar nichts Neues, denn in meinem Leben passieren laufend Ereignisse, die das Normale sprengen.)

Sham und Dinesh sind zwei Brüder aus Indien, die seit einiger Zeit in der Schweiz leben, wo sie ein tolles Geschäft aufgebaut haben. Unsere Familien sind seit langem eng befreundet. Es sind wunderbare Menschen. Ihr Vater war in Indien ein berühmter Arzt und Homöopath. Nachdem dieser grossartige Mann ins Jenseits abberufen worden war, nahmen die beiden Brüder ihre Mutter zu sich in die Schweiz. Jetzt hat diese edle Frau ebenfalls ins Jenseits gewechselt. So wollten wir, Sheila und ich, natürlich ebenfalls an dieser Beerdigung teilnehmen und ihr die letzte Ehre erweisen. Die Trauerfeier war auf elf Uhr angesagt.

Als wir um fünf nach elf im Friedhofgebäude eintrafen, war in der Trauerfamilie einige Aufregung. Ich fragte nach dem Grund. Sham sagte mir, dass der Pundit, so nennt man die Hindu-Priester, noch nicht hier sei. Er hätte sich verfahren. Es gelang mir die Lage etwas zu beruhigen.

Es wurde halb zwölf und der Pundit war noch immer nicht da. Die Situation wurde ernst, und die Trauergemeinde zusehend unruhiger. Da baten mich die beiden Brüder, ich solle doch bitte die Abdankung übernehmen.

In meiner Überraschung dachte ich, es sei doch nicht der Moment um Witze zu machen. Darauf hin antwortete ich, so gelassen wie möglich, dass sie ihm noch zehn Minuten einräumen sollen. Mit diesem Vorschlag stiess ich aber nicht auf reines Musikgehör.

Als der Pundit anrief und mitteilte er hätte die Ausfahrt verpasst und das Navigationssystem in seinem Auto spiele verrückt, war meine Überzeugungskraft erschöpft. Auch ich wusste jetzt, dass er in zehn Minuten niemals da sein würde.

Ich sah die Not und als erneut die Bitte kam, ich solle etwas tun, sagte ich einfach: „Okay,   ich mach das."

Mein Denkapparat hat zum Glück zu spät erkannt, worauf ich mich eingelassen hatte. Erst als ich vor der Trauergemeinde stand und die Kerzen anzündete, meldete er sich und meinte: "Sag mal bist du jetzt vollends übergeschnappt? Willst du jetzt schon Priester spielen? Du hast doch keine Ahnung wie eine indische Abdankung läuft, so was hast du doch noch gar nie gemacht. "

Ich war mir bewusst, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt und  entgegnete meinem Denkapparat: „ Sei du sofort Still, sonst drehe ich dir die Sicherungen raus. Jawohl allen Anwesenden zuliebe ersetze ich jetzt den Priester, am meisten aber aus Liebe zu der Verstorbenen. Und du kannst jetzt gerade mal was lernen."  

Fast wie von alleine fing ich an zu reden. Ich fand wunderbare Worte des Trostes für die Trauernden. Auf einmal hatte ich das Gefühl den vollen Überblick zu haben. Da die Hindus den Glauben an eine Wiedergeburt haben, glauben sie auch an ein Weiterleben und somit war es für mich einfacher ihnen in das Bewusstsein zu rufen, dass es kein Verlust, sondern ein kurzfristiger Abschied sei. Ich erklärte ihnen dass es ein grossartiger Ort sei, wo die Seele und der feinstoffliche Körper hingehen und so fort.

Wie ich so auf den Leichnam der Verstorbenen im Sarg schaute, hatte ich das Gefühl, dass sie ja direkt daneben steht und zu mir schaut.

Mein Denkapparat hatte keine Zeit für einen Kommentar. Ich sprach sie einfach an: „Liebe Bibiji", so haben wir sie genannt, „wir danken Dir von ganzem Herzen für das Licht und die Freude, die Wärme und die Geborgenheit, die Du auf die Erde gebracht hast..." und so an.

Nebst dem, dass ich Krishna und die Göttliche Führung gebeten habe, Bibiji im Licht auf zu nehmen, betete ich auch, so kam es mir jedenfalls vor, mein schönstes Vaterunser. Es war nicht die Version, die ich mal gelernt hatte, sondern die meiner eigenen Seele.

Zum Schluss bat ich die Trauergemeinde, jetzt von Bibiji Abschied zu nehmen und sie los zu lassen, denn das sei für ihre Seele enorm wichtig, damit sie vorwärts gehen könne.

In der Zwischenzeit war der Hindu-Priester längst eingetroffen und wohnte der Beerdigung bei, die er hätte abhalten sollen. Die Brüder fragten mich, was sie jetzt mit dem Pundit tun sollten. Ich gab den Rat, er solle noch eine kurze Zeremonie halten, denn damit sei für alle die Sache komplett.

Wie ich so da stand und dem Pundit zusah, hatte ich plötzlich das Gefühl es stehe jemand links seitlich hinter mir. Als ich dann, und interessanterweise nur auf meiner linken Körperseite, Gänsehaut kriegte, drehte ich mich, um zu sehen wer das sei. Es war niemand da.

Plötzlich  war mir, als tippe mir jemand mit der flachen Hand seitlich an den Oberarm. Ich sah zweimal niemand. Auf einmal nahm ich wahr, dass Bibiji da stand und mir mit ihrem verschmitzten Lächeln zuzwinkerte.

Lieber Mitmensch, Sie brauchen jetzt nicht auch noch zu glauben, dass ich anfange zu spinnen, denn das tat ich selber schon und zwar an Ort und Stelle. Es half allerdings nichts, so zu glauben, denn die Vision brach dadurch nicht ab.

Es war aber nicht ein eigentliches Sehen wie man mit den Augen sieht oder hören wie man mit den Ohren hört, es war eine subtilere Wahrnehmung. Die Sinne schienen mir in der Wahrnehmung  nicht so klar von einander  getrennt zu sein.

Bibiji war jetzt in meiner Wahrnehmung wieder die kleine, vitale, wendige, quirlige, und lustige Frau, wie ich sie von früher kannte. Ich empfand sie, wie sie damals war, als wir in Indien studierten und  in ihrem Haus wohnten. Sie tippte mir wieder an die Schulter und sagte vergnügt: „Very good, very nice"

Sie wiederholte es nochmals, und mir wurde im selben Augenblick klar, dass es kein Zufall war, dass der Pundit zu spät kam. Es war nicht sein Fehler, obwohl ich anfangs die Meinung vertrat, sein Zuspätkommen sei respektlos. Es war eine Fügung.

Ich bedankte mich bei Bibiji und dem Universum für die Ehre. Ich hatte zwar am Morgen einen speziellen Tag bestellt, aber so was hätte ich in meinen kühnsten Vorstellungen nicht erwartet. Ich war von Dankbarkeit und Glück bis zum Überlaufen erfüllt.

Noch bevor der Pundit sein Ritual beendet hatte, verblasste die Wahrnehmung von der Präsenz von Bibiji und es schien mir nicht mehr ganz so hell im Raum wie vorher.

Beim anschliessenden Treffen im Restaurant wurde ich zu meiner Verlegenheit von einigen Leuten gefragt, ob ich Theologe sei. Ich nahm dies jedoch auf meine positive Art, heimlich als Kompliment auf.

Die Dankbarkeit, sowie die Freude, welche mir von der Trauerfamilie und der Trauergemeinde anschliessend entgegengebracht wurde, zeigten mir, dass es oftmals gut ist, wenn man nicht zuviel denkt, sondern einfach aus dem Herzen handelt. Da kann sogar eine Trauerfeier Freude bereiten.

So lieber Mitmensch, lass uns mutig und zuversichtlich das Leben in seiner vollen Grösse zum Ausdruck bringen und es auch bewusst erfahren, denn es hat noch viel zu bieten.

Und hier die Rezepte:

Müesli-Frappee

  • ½ lt.                Wasser
  • ½ TA                Angekeimter Nackthafer
  • 1 EL                 Braunhirse gemahlen
  • 1 St.                 Banane
  • 1St.                  Apfel
  • 2 St.                 Datteln eingeweicht, entsteint
  • 1 EL                 Mandelpüree oder Gemahlene Mandeln

Der Apfel und die Banane in Stücke schneiden. Diese Fruchtstücke dann mit den restlichen Zutaten im Mixer fein verarbeiten. Den Drink etwa 2 Min stehen lassen und dann bald geniessen. An Stelle eines Apfels kann auch eine Birne genommen werden. Zusätzlich kann auch Kokos in form von Flocken oder frisch verwendet werden.

 

Topinambursuppe mit Wakame

  • ½ lt.                 Wasser
  • 6 -10 St           Topinambur je nach Grösse
  • 2 El                  Mandelpüree
  • 1TL                  Edelhefe
  • 1LS                  Curry
  • NB                   Kristallsalz

Wasser und Topinambur im Mixer verarbeiten, dann das Mandelpüree dazugeben und nochmals gut verarbeiten. Jetzt die restlichen Zutaten ebenfalls beifügen und vermixen. Die Suppe kann mit gehackten Kräutern wie Petersilie oder Dill oder ähnlichem garniert werden.       

 

Romanesco bella Italia

  • 1 St.                 Romanesco
  • 1 St.                 Avocado
  • ca. 250g           Mungosprossen
  • 1 TA                Fein geschnittener Ruggola
  • 3 EL                 Olivenöl
  • 2 TL                 Sojasauce
  • 1 MS               Muskat
  • NB                   Kristallsteinsalz

Den Romanesco in die einzelnen wunderschönen Röschen auftrennen, oder mit einer Röstireibe oder ähnlichem raspeln. Die Avocado in Würfel schneiden und dazugeben. Dann die übrigen Zutaten behutsam dazumischen. Das Ganze schön ausgarnieren, z.B. mit feinen Scheiben aus Rote Bete, welche zu kleinen Chinahütchen geformt werden, indem man sie bis in die Mitte einschneidet und überlappt.

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Randen Spaghetti mit Birnen

  • 3-4 St.             Rote Bete je nach Grösse (Randen)
  • 2 St.                 Birnen
  • 2 TA                Mandelmayonnaise
  • je 1 MS            Zimt. Muskat, Fenchelsamen, Sternanis oder Anis

Die Gewürze sollten gemahlen sein. Die rote Beten so durch die Legumette drehen, dass es Lange Streifen gibt. Die Birnen in Würfel schneiden. Dann die Mayonnaise und die Gewürze dazumischen. Die Spaghetti anrichten und garnieren. Das Gericht kann z.B. mit Salatblätter oder etwas Feldsalat und Orangenscheiben schön dekoriert werden.

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Sonnenblumenpaste mit Kastanienmehl
  • 2 TA                Sonnenblumenkerne
  • 2 TA                Wasser
  • 2 EL                 Kastanienmehl
  • ½ TL                Paprika
  • 1 TL                 Edelhefe
  • 1 MS               Koriander
  • NB                   Kristallsteinsalz

Die Sonnenblumenkerne 4 bis 6 Stunden in Wasser einweichen und dann für ca. einen Tag ankeimen lassen.

Alle Zutaten in den Mixer geben und fein pürieren. Achtung, das oben genannte Wasser ist nicht das Einweichwasser, sondern dasjenige, das für die Paste gebraucht wird. Diese Paste eignet sich gut als Beigabe zu Gemüsegerichte.

 

Birnen mit Maulbeeren
  • 4 St.                Birnen
  • 1 TA                Getrocknete Maulbeeren
  • 2 St.                 Datteln Deglet Nour entsteint
  • 2 TA                Wasser
  • 1/2 TA             Macadamianüsse

Die Maulbeeren und die Datteln mit dem oben erwähnten Wasser sechs Std. einweichen.

Die Birnen in streifen schneiden. Die nun eingeweichten Maulbeeren ganz dazu geben. Die Datteln und das Einweichwasser mit den Macadamianüssen fein pürieren und den Birnen beimischen. Das Dessert kann z.B. mit einer blauen Traube oder einer halben Kumquat garniert werden.

 

Und zum Schluss noch den:

Ein junges Ehepaar beim Essen.
Sie: „Na wie schmeckt dir denn heute das Mittagessen?"
Er: „Suchst du schon wieder Streit?"

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