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Urs Hochstrasser
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Lieber Mitmensch

Gibt es etwas im Leben, das einem effizienter schulen könnte als die Erfahrung?
Alles Wissen, alle Polemik und alle Theorie sind doch verschwindend klein, wenn man sie der Erfahrung gegenüberstellt. Ist nicht die Erfahrung die beste Ressource, um Mitgefühl und Verständnis für Menschen, Situationen und das Leben im Allgemeinen zu haben?

 

Hast Du schon mal, lieber Mitmensch, in deinem Leben Bilanz gezogen, dich gefragt wo du stehst, und die Antwort darauf erhalten: Lauter dichte undurchdringliche schwarze Gewitterwolken. Ich weiss, wie es aussieht, ich habe es erfahren, ich kann mitfühlen.
Hast Du schon einmal Deine ganze Kraft, Deinen ganzen Einsatz, Deine Hoffnung in ein Unternehmen investiert, um anschliessend mit an zu sehen, wie es in nichts zerfällt? Ich habe es erfahren, ich weiss, wie es sich anfühlt.
Bist Du schon einmal da gestanden und wusstest noch nicht, womit Du Deine nächste Malzeit kaufst, dem Bettler in Not, aber noch Deine letzten Cents gegeben hast, um dann aber am Ende selbst mit nichts dazustehen? Ich kenne es, ich hab’s erfahren.
Hast Du schon mal Menschen Mut gemacht, währenddem Du Deinen eigenen nächsten Schritt nicht gekannt hast? Ich kenne es, ich kann mitfühlen.


Hast Du schon mal in der Verzweiflung Gott und seine Engel angeklagt? Ihnen die Meinung gesagt und Ihnen erklärt, was für Taugenichtse sie seien mit ihrem ewigen, heiligen Blablabla? Ich kenn’s, ich hab mir diese Freiheit auch schon herausgenommen.


Bist Du schon mal an einer Situation gestanden, wo Du mehr darüber erschrocken warst, dass es weiterging, als Du gewesen wärest, wenn es nicht mehr weitergegangen wäre? Ich habe Verständnis dafür, ich habe es erfahren.
Angenommen Du würdest jetzt in einer Situation sein, wo Dir das Wasser bis zum Kinn steht und Du würdest jetzt den Kopf hängen lassen, hätte ich zwar Verständnis für Dich, aber lass mich sagen, das wäre bestimmt nicht das Schlaueste. Was also Sinnvolleres gäbe es dann zu tun? Da meine eigene Erfahrung der grösste Reichtum ist, den ich aufzuweisen habe, erlaube ich mir hier, mit Dir einige Erkenntnisse zu teilen. Es ist OK bis ans Kinn im Wasser zu stehen und die Situation nüchtern zu analysieren, die Realität zu akzeptieren, dass das Wasser halt eben bis zum Kinn steht, es ist sogar OK auch mal über dieses Wasser zu fluchen, aber dann sollte man die Aufmerksamkeit von der Situation wieder auf die Lösung richten. Es könnte ja sein, dass wenn das Wasser noch einen Zentimeter höher steigt, man fast von alleine anfängt zu schwimmen. Richte Deine Aufmerksamkeit jetzt auf die Bewegungen, die es braucht, dass Du Dich halt schwimmend Deinem Ziel näherst.


Wenn Du dem ganzen Weltenlauf, wie er vermeintlich dasteht, überdrüssig bist, enttäuscht über die Machtlosigkeit, mit welchem du dem ganzen gegenüber stehst, mit Gott und seinen Engeln zu zanken beginnst, dann kann es sein, dass Du Dich daran erinnerst, dass es Deine Chance ist,  das Göttliche auf dieser Ebene zu verkörpern. Weisst Du, lieber Mitmensch, wie es sich anfühlt, sich auch mal die Freiheit herauszunehmen, um mit der vollen Macht Gottes und in seinem Namen dem Leben zu gebieten und ihm Befehle zu erteilen? Ich weiss es, ich hab’s erfahren.


Weisst Du, was es bedeutet, eine handvoll Geld zu haben, um es im nächsten Augenblick für das Bezahlen anstehender Rechnungen wieder alles loszulassen? Dieser kleine Augenblick, in welchem Du das Geld in Deiner Hand gehalten hast, hat Dir die Möglichkeit gegeben, es zu segnen, es mit dem Licht der Vollkommenheit zu reinigen, es durch die Macht Deines Seins von allen negativen Informationen zu befreien und ihm die reine göttliche Information aufzuprägen und ihm zu befehlen, all die anderen Geldscheine, mit welchen es in Berührung kommt, mit der allerhöchsten Weisheit zu infizieren. Weisst Du, wie es sich anschliessend anfühlt? Ich hab’s erfahren und kann Dich dazu aufmuntern, tue es doch auch und mach die Erfahrung für Dich.

Wenn wir schon beim Geld sind, möchte ich noch etwas mit Dir teilen. Ich sass letzthin in einem Unternehmerforum, wo es darum ging, die Geheimnisse des Erfolgs zu ergründen. Ich habe feststellen müssen, dass diese Geheimnisse leider immer noch im Kampf und im Gewinn und Verlieren gesucht werden, dass sich diese Geschäftswelt leider immer noch um eine Existenz bemüht, die es leider noch nicht mal zulässt, dass diese Existenz komfortabel ist. Ein Beispiel: Da war der Manager eines Unternehmens, der referierte über ihr Geheimnis des Erfolgs, die eine Spitzenqualität an Bergseilen und alpinen Sportskleidern vertreiben. Ihre Kenntnisse um Spitzenprodukte herzustellen, haben sie an Billigländer weitergegeben, die für sie nun diese Produkte herstellen. Laut den Aussagen dieses Managers, sieht die Situation für die Produktionsländer allerdings nicht so rosig aus, weil die Leute da für die Produktion dieser Artikel nämlich so wenig verdienen, dass sie sie gar nicht selber kaufen könnten. Selbst wenn sie sie kaufen könnten, hätten sie keine Verwendung dafür, weil sie zu wenig Freizeit hätten, um sie zu benutzen.


Würden diese Produkte hier angefertigt, dann wären die Menschen hier nicht in der Lage, sie kaufen zu können, weil sie zu viel kosten würden. Mit anderen Worten: Die Produktion, also die Herstellung eines wirklichen Produktes, oder anders gesagt, die Arbeit, was sich von erarbeiten ableitet, wird nicht genügend honoriert, um sich das Erarbeitete auch leisten zu können. Das heisst, sowohl die Menschen in den Billigländern, als auch die Menschen in den so genannten kapitalistischen Ländern sind gleichermassen am verarmen. Man könnte dies auch anders sagen: Man hält sich die modernen Sklaven der kapitalistischen Welt nicht mehr in den eigenen Ländern, sondern irgendwo in China oder sonst irgendwelchen Billigländern. Wo oder was an dieser Wirtschaft, ist denn der Erfolg? Meines Erachtens, ist dies eine Prasserei auf Zeit. Dabei wäre die Lösung so einfach. Respektiere die Arbeit Deines Nächsten und schätze sie mindestens so hoch ein wie Deine eigene.


Wenn ich jetzt zu einem Wirtschaftsunternehmer spreche, dann achte darauf, dass Deine Geschäftigkeit nur Gewinner hinterlässt. Verändere Dein Unternehmen vom Gegeneinander zu einem Miteinander und Füreinander. Wo ein Kampf stattfindet, gibt es automatisch Verlierer.
 Wenn ich jetzt zu einem Bankmanager spreche, oder zu jemandem der in der Finanzwelt Einfluss hat, oder gar an der Börse tätig ist, dann würde ich empfehlen, da uns ja das Wasser schon bis zum Kinn reicht, das Wasser eben auch zum Schwimmen zu benutzen, anstelle des Kopf-Hängen-Lassens.
In Bezug auf Geld würde dies heissen, das Geld wieder als das zu betrachten, als was es eigentlich ist, nämlich ein Tauschmittel und es eben tatsächlich gegen einen Dienst einzutauschen und aufzuhören, es für Spekulationen zu missbrauchen. Der Verdienst müsste wieder vom Dienen abhängig werden und somit würde dieses Geld wieder zu einem wunderbaren Medium, das allen Menschen mal ganz sicher ein angenehmes Leben garantieren würde.

Wenn ich zu einem Politiker spreche, dann würde ich empfehlen, die Aufmerksamkeit vom Eigennutzen wegzunehmen und auf den Nutzen für alle zu richten. Stellen Sie sich mal einen Augenblick vor, lieber Politiker, wie Sie gerne regiert werden möchten, wenn Sie an der Stelle des Bürgers stehen würden, der täglich um sein nacktes Überleben kämpft. Wenn Sie das tief und ehrlich genug tun, dann brauch ich Ihnen nämlich keine weiteren Ratschläge zu geben, weil sie nämlich dann wüssten, was von Nöten ist.
Wenn ich zu einem Mitmenschen spreche, der wie ich diesen gigantischen Machenschaften oftmals ein bisschen resigniert gegenübersteht und auch hie und da mal das Gefühl hat nicht viel beitragen zu können, dann möchte ich doch dieses gesagt haben: Nimm ab und zu die Aufmerksamkeit von der Bedrängnis weg und richte sie auf die Schönheiten des Alltags. Wenn Dir ein Lächeln gut tut, das du von einem Menschen erhältst, dann registriere dies und schenke möglichst vielen Mitmenschen ein hoffnungsvolles Lächeln. Halte Deine Ethik hoch und lebe Deine Überzeugung, ich bin fast geneigt zu sagen, egal was es kostet. Ich weiss, was es heisst, für Deine eigenen Überzeugungen einzustehen. Ich weiss, was es heisst, für Deine Grundsätze und Erkenntnisse, die Du als schicklich und wertvoll betrachtest, alles einzusetzen.


Wenn Du ein gebügeltes Hemd trägst, dann liebe und respektiere die Person, die es gebügelt hat. Ich weiss, was es braucht, bis Hemden gebügelt sind.
Wenn Du unter einer warmen Dusche stehst, liebe die Person, die die Rechnung bezahlt hat und das Geld verdient, damit das Wasser aufgewärmt werden konnte. Ich weiss, was es bedeutet Geld zu verdienen und für das monatliche Einkommen verantwortlich zu sein.
Wenn Du Eltern hast, liebe und respektiere sie. Ich weiss, was es heisst, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.
Wenn Du einen Partner hast, der Dich versteht und der Dich liebt, dann sei ihm dankbar. Ich weiss, was es heisst, verstanden zu werden, wie auch jemanden partnerschaftlich zu verstehen, ich weiss aber auch, was es heisst, nicht zu verstehen, wie auch nicht verstanden zu werden.
Wenn Du ein Kind hast und Verantwortung trägst, dann sei Dir bewusst, dass Liebe und Anerkennung das höchste Gut ist. Ich weiss, was es heisst, ein Kind zu sein.

Aus diesen Überlegungen geht hervor, dass es wirksamer ist, das viele heilige Blablabla gegen Taten einzutauschen, denn es ist müssig mit jemandem, der am verhungern ist, darüber zu debattieren, ob jetzt Spinat essen gesünder ist, als Feldsalat.

Mit andern Worten, lass uns die Heiligkeit nicht mehr irgendwo aufsuchen, sondern ganz einfach durch das eigene Leben zum Ausdruck bringen.
Die Zutaten dazu sind: Liebe, Verständnis, Wohlwollen und Mut.

Lieber Mitmensch, im Schmerz der Enttäuschung, der Verzweiflung, des Misserfolgs und des Elendes findest Du die Kraft, die Dich antreibt, eine positive Veränderung zu erreichen. Gib Dich ruhig mal diesem Schmerz hin, aber vergiss dabei nicht, daraus die notwendige Kraft zu schöpfen. Es funktioniert, ich hab’s erfahren.

Und noch etwas:  Wenn Du Dir mit Deiner Rohkost wieder einmal alleine und verlassen vorkommst, oder gar ausgegrenzt, dann vergiss dabei nicht, dass es Deine Ethik und Deine Überzeugung ist. Denk auch daran, dass ausser den Menschen, alle anderen auf diesem Planeten lebenden Wesen, Rohkost essen und somit bist Du in bester Kompanie. Zudem kann die Rohkost, nebst zur körperlichen Gesundheit, auch absolut zu wunderbaren heiligen und edlen Gedanken beitragen.

 

Rezepte

Übrigens, Ein Wunsch ist in Erfüllung gegangen! Wir haben neu in der School of Life ein Mandelpüree, Bio und Rohkostqualität im Angebot, das im Preis mit dem konventionellen mithalten kann.

Mangold-Tomaten-Suppe

MengeEinheitZutat
2 TA Wasser
1 St Tomate
2 St mittlere Blätter Mangold
1 St Avocado
1 EL Olvienöl
- etwas frischen Dill
2 TL Melasse-Nährhefe
- NB Kirstallsteinsalz

Das Wasser in den Mixer geben, dann Tomate und Mangold mit den Stielen ebenfalls beigeben und kurz verarbeiten. Die Gewürze und das Öl beigeben, dann noch einmal laufen lassen. Am Schluss mit der Avocado durch gutes Verarbeiten im Mixer binden.
Die Suppe kann mit Salatblüten garniert werden.

Bolognese

MengeEinheitZutat
3 St Tomaten
2 TA Wildroggen (normaler Roggen geht auch)
3 EL Olivenöl
1 TL Honig
1/2 TL Italienische Gewürze*
- etwas Muskat gemahlen, Koriander, Nelken
2 EL Tamari
- NB Kirstallsteinsalz

Den Roggen leicht ankeimen lassen. Dann den Roggen durch den Wolf passieren. Die Tomaten im Mixer zerkleinern, dann die übrigen Zutaten beifügen und gut mixen.
Die so entstandene Sauce aus dem Mixer nehmen und mit dem Roggen vermengen.

Optisch sieht diese Sauce wie eine echte Sauce Bolognese aus. Geschmacklich und ethisch jedoch übertrifft sie die herkömmliche Fleischbolognese.

* Oregano, Majoran, Thymian, Maggikraut, ev. Rosmarin.
(Bestens eignet sich dazu Urs Hochstrasser’s Kräutermischung)

Diese Sauce eignet sich hervorragend zu Blumenkohl, Brokkoli, Romanesco, Kohlrabi, Zucchini-Spaghetti, Steckrüben-Nudeln, usw.

Bolognese
Bolognese

 

Spinat mit Zendernsauce

MengeEinheitZutat
100 gr Spinat
2 St Orangen

Die Blätter des Spinats in feine Streifen schneiden. Die Orangen schälen und in Würfel schneiden und dem Spinat beigeben.
PS: anstelle von Orangen, können auch Ananas oder Äpfel verwendet werden.

 Zedernsauce

MengeEinheitZutat
1 TA Zedernkerne *
2 TA Wasser
4 EL Sonnenblumen-Öl **
1 TL Curry
1 TL Melasse-Nährhefe
- wenig Muskat
- NB Kirstallsteinsalz

Die Zedernkerne mit den übrigen Zutaten im Mixer gut verarbeiten.
Mit mehr oder weniger Wasser, kann die Festigkeit dieser Sauce beeinflusst werden.
Diese Sauce kann entweder separat dazu serviert, oder unmittelbar vor dem servieren vermischt werden.


* anstelle der Zederkerne können auch Pinienkerne verwendet werden

** anstelle von Sonnenblumen-Öl kann natürlich auch ein anderes Öl gewählt werden

PS: dem Spinat können auch frische Löwenzahnblätter beigefügt werden.

Mispeln an Sauce Blanche

MengeEinheitZutat
12 St Mispeln
1 TA Zedernkerne
1 TA Wasser
2 St Bananen
NB 1 EL Honig

Die Mispeln schälen und halbieren, die Kerne entfernen. Dann die Zedernkerne mit dem Wasser, den Bananen und dem Honig zu einer feinen Sauce verarbeiten. Diese Sauce auf 4 Suppenteller verteilen und die halben Mispeln mit der Schnittfläche nach unten in diese Sauce legen. Dieses Gericht sieht aus wie falsche Spiegeleier. Der Zederngeruch verleiht dem Ganzen eine spezielle Note.

PS: Anstelle von Zedern- können auch Pinienkerne, Paranüsse oder Mandeln verwendet werden.

Mispeln
Mispeln

Hmmm, sooo fein ist Rohkost
So fein schmeckt's

 

Melonen-Shake auf spanische Art

MengeEinheitZutat
6 dl Saft einer Wassermelone
2 St Bananen
1 TA Mandeln oder
1 EL Mandelpurée
1 TA Eiswürfel

Alle Zutaten in den Mixer geben, gut durchmixen und sofort servieren.

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